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Pressemitteilung

Komplettes Erbgut und Gift-Gene der Mikroalge der Oder-Katastrophe entschlüsselt

Im Sommer 2022 verendeten rund 1.000 Tonnen Fische, Muscheln und Schnecken in der Oder. Die Katastrophe war zwar vom Menschen verursacht, doch die unmittelbare Todesursache war das Gift einer Mikroalge mit dem wissenschaftlichen Sammelnamen Prymnesium parvum, oft auch ‚Goldalge‘ genannt. Seitdem haben sich diese Einzeller dauerhaft in der Oder angesiedelt.

Fokus

Oder-Katastrophe: Was wissen wir über die Alge Prymnesium parvum?

Im Juli und August 2022 kam es zu einer menschengemachten Umweltkatastrophe in der Oder: Ein Massensterben von Fischen, Muscheln und Schnecken begann im polnischen Teil der Oder und setzte sich dann flussabwärts auch in der Grenzoder fort. Allein bei den Fischen gehen Forschende von Verlusten von bis zu 1.000 Tonnen Gesamtgewicht aus.

Pressemitteilung

Zur Regeneration der Oder müssen Salzeinleitungen verringert und der Fluss-Ausbau gestoppt werden

Bundesumweltministerin Steffi Lemke informierte sich heute im Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin über die ersten Zwischenergebnisse des seit Februar 2023 vom BMUV geförderten Sonderuntersuchungsprogramms ODER~SO. Die Fischbestände in der Oder sind infolge der Umweltkatastrophe vom vergangenen Sommer besonders in der Strommitte um 53 bis 67 Prozent zurückgegangen. Zwar gibt es auch Anzeichen dafür, dass sich die Fischfauna in den nächsten Jahren erholen könnte, jedoch besteht weiterhin die Gefahr, dass sich die Katastrophe wiederholt.

Blitzlicht

Neues Forschungsprojekt untersucht Schäden und Regeneration nach der Umweltkatastrophe an der Oder

Zu hohe Salzfrachten, niedrige Wasserstände und hohe Temperaturen in Kombination mit einer toxinbildenden Alge – das waren die wesentlichen Ursachen für die Oderkatastrophe im letzten Jahr. Nun werden die ökologischen Folgen des Fischsterbens vom Sommer 2022 im Rahmen eines umfassenden Forschungsvorhabens detailliert untersucht. Gestern übergab Bundesumweltministerin Steffi Lemke den Förderbescheid an das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB). 

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